Die auf der Unlocker-Partition gespeicherte Software dient nicht nur der Authentifizierung, sondern bietet auch verschiedene Verwaltungsfunktionen. Nach erfolgreicher Anmeldung können unter anderem Kennwörter geändert, Kennworthinweise und Kontaktinformationen angepasst sowie Benutzerkennwörter durch den Administrator zurückgesetzt werden. Darüber hinaus lässt sich eine virtuelle Bildschirmtastatur einblenden, die das Risiko einfacher Keylogger bei der Kennworteingabe reduzieren soll.
Erfreulich ist, dass die Sicherheitssoftware vollständig auf dem Datenträger gespeichert ist und keine dauerhafte Installation auf dem Hostsystem erforderlich macht. Dadurch eignet sich der Stick auch für den Einsatz an wechselnden Arbeitsplätzen oder auf Rechnern, auf denen keine zusätzliche Software installiert werden darf. Firmware-Aktualisierungen stellt Kingston separat bereit und werden manuell eingespielt.
Zu beachten ist allerdings, dass die Ersteinrichtung ausschließlich unter Windows oder macOS durchgeführt werden kann. Für eine zuverlässige Stromversorgung empfiehlt Kingston zudem, den Datenträger direkt an einen USB-Port des Rechners anzuschließen und nicht über USB-Hubs oder in Tastaturen integrierte USB-Anschlüsse zu betreiben.
Software- und Sicherheitsfunktionen.
Software- und Sicherheitsfunktionen.
Im Auslieferungszustand steht der verschlüsselte Datenbereich des IronKey Locker+ 50 G2 zunächst nicht zur Verfügung. Nach dem Anschluss an einen Windows- oder macOS-Rechner meldet sich der Stick zunächst als schreibgeschütztes Laufwerk (Unlocker-Partition) an, das die zur Authentifizierung erforderliche Software enthält. Erst nach erfolgreicher Anmeldung wird zusätzlich die eigentliche Datenpartition eingebunden und kann wie ein gewöhnliches USB-Laufwerk genutzt werden.
Die Ersteinrichtung ist bewusst einfach gehalten und in wenigen Schritten abgeschlossen. Nach dem Start der Anwendung IronKey.exe unter Windows beziehungsweise IronKey.app unter macOS wird zunächst die gewünschte Sprache ausgewählt und die Lizenzbedingungen bestätigt. Anschließend erfolgt die Vergabe des Kennworts. Der Anwender kann dabei zwischen einem klassischen Komplexkennwort (6 bis 16 Zeichen mit definierten Anforderungen an die Zeichenvielfalt) und einer längeren Passphrase (10 bis 64 Zeichen) wählen. Optional lassen sich bereits während der Initialisierung getrennte Administrator- und Benutzerkonten anlegen. Diese Entscheidung ist später nicht mehr änderbar und erfordert bei einer nachträglichen Anpassung das Zurücksetzen des gesamten Datenträgers.
Software- und Sicherheitsfunktionen.
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Zusätzlich kann eine Kennworthilfe bzw. ein Passworthinweis hinterlegt werden. Optional besteht außerdem die Möglichkeit, Kontaktinformationen wie Name, Unternehmen oder E-Mail-Adresse zu speichern, um einen ehrlichen Finder bei einer Rückgabe des Datenträgers zu unterstützen. Diese Informationen sind unabhängig von den verschlüsselten Nutzdaten hinterlegt und dienen ausschließlich der Identifikation des Besitzers.
Nach Abschluss der Initialisierung wird der verschlüsselte Datenbereich automatisch freigegeben. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet der IronKey Locker+ 50 G2 transparent: Sämtliche Lese- und Schreibzugriffe werden im Hintergrund durch den integrierten Kryptocontroller ver- bzw. entschlüsselt, sodass sich der Stick im täglichen Einsatz wie ein gewöhnlicher USB-Datenträger verhält.
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