ad-banner

ARTIKEL & TESTS / Für Einsteiger: Samsung SSD 990 1 TB im Test

Technische Daten

Bei der Samsung SSD 990 mit 1 TB handelt es sich um eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe-4.0-x4-Schnittstelle und Unterstützung für NVMe 2.0. Herzstück des Laufwerks ist der hauseigene Samsung PiccoloQ-Controller. Der Controller ist für den Einsatz ohne dedizierten DRAM ausgelegt und greift stattdessen auf Host Memory Buffer (HMB) zurück. Dabei wird ein Teil des Systemspeichers genutzt, um unter anderem Mapping-Informationen des NAND-Flash vorzuhalten.

Die Oberseite der Samsung SSD 990.

Die Oberseite der Samsung SSD 990.

Das Typenschild auf der Unterseite.

Das Typenschild auf der Unterseite.

Beim NAND setzt Samsung auf V-NAND der neunten Generation mit QLC-Technik und 286 Layern. Die verwendeten Speicherzellen speichern vier Bit pro Zelle und ermöglichen dadurch eine hohe Speicherdichte. Um die geringere native Schreibleistung von QLC-NAND zu kompensieren, kommt Samsungs Intelligent TurboWrite zum Einsatz. Hierbei wird ein Teil des NAND temporär als pSLC-Cache betrieben. Schreibvorgänge können dadurch zunächst mit deutlich höherer Geschwindigkeit angenommen werden. Ist der verfügbare Cache jedoch erschöpft, muss direkt in den QLC-Bereich geschrieben beziehungsweise der Cache parallel zurückgeführt werden. Die tatsächliche Dauerleistung kann dadurch deutlich unterhalb der maximalen Herstellerangabe liegen.

Auf dem Datenblatt erreicht die SSD 990 beim 1-TB-Modell bis zu 7.150 MB/s beim sequenziellen Lesen und 6.450 MB/s beim sequenziellen Schreiben. Bei zufälligen Zugriffen nennt Samsung bis zu 700.000 IOPS lesend und 1,1 Millionen IOPS schreibend. Diese Spitzenwerte sind insbesondere beim Schreiben stark vom Füllstand des SLC-Caches und vom jeweiligen Zugriffsmuster abhängig. Zur weiteren Ausstattung gehören TRIM, S.M.A.R.T., Garbage Collection sowie 256-Bit-AES-Verschlüsselung. Unterstützt werden zudem TCG/Opal 2.0 und IEEE1667.

Während unserer Tests zum Thema Caching (SsdSlowMark) konnten wir beim Beschreiben der ersten 450 GB (Umfang unserer Caching-Messung) einen größeren Einbruch der Performance bei ca. 200 GB Füllstand verzeichnen. Mit rund 120 MB/s ist die Geschwindigkeit dann sehr stark reduziert.

Praxistest zum Thema SLC-Caching (SsdSlowMark).

Praxistest zum Thema SLC-Caching (SsdSlowMark).

Bezüglich der Zuverlässigkeit bzw. maximalen Schreiblast im Garantiezeitraum gibt der Hersteller für unser 1-TB-Sample genau 400 TBW (Total Bytes Written) bzw. rund 365 GB/Tag oder etwa 0,37 DWPD (Drive Writes Per Day) bei einer Garantiezeit von drei Jahren an. Die Haltbarkeit skaliert abhängig vom Gesamtvolumen der SSD (siehe Tabelle unten). Die Garantiezeit ist entsprechend verkürzt, wenn die maximale Schreiblast vor Ablauf der drei Jahre erreicht wird, was heutzutage eine gewöhnliche Regelung bei Flash-basierten Speichermedien ist.

Total Bytes Written (TBW), Herstellerangabe
Seagate FireCuda 530R SSD, 2 TB (M.2)
2.400
Samsung SSD 9100 PRO, 4 TB (M.2)
2.400
Seagate FireCuda 540, 2 TB (M.2)
2.000
Kingston FURY Renegade SSD, 2 TB (M.2)
2.000
Kingston FURY Renegade G5 SSD, 2 TB (M.2)
2.000
TEAMGROUP MP44, 1 TB (M.2)
1.450
Lexar Professional NM1090 SSD, 2 TB (M.2)
1.400
Samsung SSD 980 PRO, 2 TB (M.2)
1.300
Western Digital WD_BLACK SN770M, 2 TB (M.2 2230)
1.200
Western Digital WD Blue SN5000, 4 TB (M.2)
1.200
TEAMGROUP T-FORCE Z540, 2 TB (M.2)
1.200
Samsung SSD 990 PRO, 2 TB (M.2)
1.200
KIOXIA EXCERIA PLUS G3 SSD, 2 TB (M.2)
1.200
Crucial T710 SSD, 2 TB (M.2)
1.200
Crucial T700, 2 TB (M.2)
1.200
Crucial T500, 2 TB (M.2)
1.200
Crucial P510 SSD, 1 TB (M.2)
1.200
KIOXIA EXCERIA PRO SSD, 2 TB (M.2)
 
800
ADATA XPG MARS 980 BLADE, 1 TB (M.2)
 
740
PNY XLR8 CS3150, 1 TB (M.2)
 
700
PNY CS3250, 1 TB (M.2)
 
700
Western Digital WD_BLACK SN770, 1 TB (M.2)
 
600
Western Digital WD Blue SN580, 1 TB (M.2)
 
600
Seagate FireCuda 520N SSD, 1 TB (M.2 2230)
 
600
KIOXIA XG8 Client SSD, 1 TB (M.2)
 
600
Crucial T700, 1 TB (M.2)
 
600
Verbatim Vi7000G PCIe NVMe SSD, 1 TB (M.2)
 
500
TEAMGROUP T-FORCE Z44A7, 1 TB (M.2)
 
500
Crucial P310 SSD, 2 TB (M.2)
 
440
Samsung SSD 990, 1 TB (M.2)
 
400
Crucial P5 Plus SSD, 500 GB (M.2)
 
300
Crucial P3 SSD, 1 TB (M.2)
 
220
Crucial P3 Plus SSD, 1 TB (M.2)
 
220
Crucial E100, 1 TB (M.2)
 
80
Angaben in Terabytes (mehr ist besser)

Zur Verwaltung und Überwachung der SSD stellt Samsung mit Magician ein eigenes Software-Tool bereit. Die Anwendung ermöglicht unter anderem die Anzeige von Laufwerks- und S.M.A.R.T.-Informationen, die Überprüfung des Gesundheitszustands sowie die Aktualisierung der Firmware. Darüber hinaus stehen Funktionen wie ein integrierter Performance-Benchmark, die Optimierung per TRIM, Secure Erase und die Konfiguration von Over Provisioning zur Verfügung.

Modelle und Preise

Ingesamt zwei unterschiedliche Varianten der SSD-990-Familie hält Samsung bereit: 1 TB oder 2 TB Speicherkapazität. Beim Kauf sollte man auch auf die technischen Daten achten, denn das 1-TB-Modell fällt leicht in der Leistung ab. Die unten folgende Tabelle mit allen Modellen der Familie verdeutlicht noch einmal die wesentlichen Unterschiede in den relevanten technischen Eckdaten.

Modell Rand. 4K Read Rand. 4K Write Seq. Read Seq. Write Haltbarkeit
2 TB 850k IOPS 1.200k IOPS 7.250 MB/s 6.450 MB/s 800 TBW
1 TB 700k IOPS 1.100k IOPS 7.150 MB/s 400 TBW
Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller
Seagate IronWolf Pro 32 TB NAS HDD im Test
Seagate IronWolf Pro 32 TB NAS HDD im Test
Seagate IronWolf Pro 32 TB

Die Familie der IronWolf Pro Festplatten von Hersteller Seagate adressiert vor allem NAS-Systeme im Profi-Segment. Wir haben uns das aktuelle Flaggschiff der CMR-Plattform mit satten 32 TB im Praxistest zur Brust genommen.

Seagate FireCuda X Vault 20 TB im Test
Seagate FireCuda X Vault 20 TB im Test
Seagate FireCuda X Vault 20 TB

Mit der FireCuda X Vault präsentiert Seagate eine neue externe Festplatte, die vollständig über USB-C versorgt wird und bis zu satte 20 TB bietet. LED-Beleuchtung und ein passendes Toolkit runden das Gesamtpaket ab.

PNY CS3250 Gen5 SSD mit 1 TB im Test
PNY CS3250 Gen5 SSD mit 1 TB im Test
PNY CS3250 1 TB

PNY bietet mit der CS3250 eine Familie von PCIe Gen5 SSDs an, die mit Speicherkapazitäten von bis zu 4 TB erhältlich sind. Die Drives erreichen bis zu 14.900 MB/s lesend. Wir haben das 1-TB-Modell getestet.