ARTIKEL/TESTS / A4Tech X-750F und Hama SLide S2 im Test

28.05.2007 10:00 Uhr    0 Kommentare

Hama SLide S2

Lieferumfang

  • Hama SLide S2
  • Handbuch (mehrsprachig)
  • Treiber CD
  • PS2 zu USB Adapter

Technik und Design

Die in Deutschland ansässige Firma Hama versucht sich mehr und mehr auf dem Sektor der Gaminghardware zu behaupten. So werden immer mehr Artikel direkt auf Gamer zugeschnitten. Auch die Hama SLide S2 ist einer dieser Artikel, die sich als Gamingmaus in unserem Test beweisen muss.

Die S2 setzt wie die meisten Mäuse heutzutage auf einen Lasersensor, der laut Hama 2000 dpi leistet. Wie schon bei der X-750F kommt dieser Wert allerdings nur durch Interpolierung zustande. Ebenfalls wie der Konkurrent von A4Tech bietet die Maus eine Abtastrate von 6,4 Megapixeln pro Sekunde und eine Anbindung von 16 Bit. Highlight der Maus bildet der 16 Kilobyte große interne Speicher, der unter anderem dafür sorgen soll, dass die Maus eine kontinuierliche Reaktionszeit von einer Millisekunde erreicht. Ein sehr schönes Feature, welches Hama der Maus ebenfalls mitgegeben hat, ist die variable Gewichtsanpassung. Insgesamt sind neun Gewichte mit je 3 Gramm enthalten, die beliebig in die Maus eingebaut werden können. Laut Hersteller ist somit eine Beschleunigung von 20 g möglich. Der User kann hier seine persönlichen Vorlieben mit einfließen lassen.

Vom Design her ähnelt die S2, die auf Grund ihrer Form ebenfalls nur für Rechtshänder geeignet ist, in etwa der Logitech MX-Reihe. Sie bietet acht Tasten, von denen zwei über die Software individuell konfigurierbar sind. Die Daumenablagefläche ist mit einem weichen Gummiüberzug bedeckt, der den Bedienkomfort erhöhen soll. Dieses Vorhaben scheitert allerdings an der recht niedrigen Qualität der Ablagefläche, denn sie steht teilweise über und man kann sie mit Leichtigkeit abziehen. Eine Art „Wippschalter“, also zwei Tasten in einer, liegt direkt über der Daumenablagefläche, wodurch dieser optimal zu erreichen ist. Hinter dem Mausrad liegen zwei Tasten, über die man die Sensitivity der Maus jeweils auf- und abwärts regeln kann. Auf der Unterseite der Maus befinden sich vier überdurchschnittlich große Gleitfüße aus weichem Plastik. Vorteil dieser Füße ist, dass die Maus dadurch wirklich sehr schön und geschmeidig gleitet. Allerdings nutzen sie somit auch schneller ab. Optisch gesehen verhält sich die Maus eher unauffällig, was sich jedoch schlagartig in der Dunkelheit ändert. Zum Einen leuchtet das Logo der S2, das sich etwa dort befindet, wo die Mitte der Handfläche aufliegt und zum Anderen leuchtet das Mausrad in den Farben, die dem jeweiligen dpi-Wert zugeordnet sind. Insgesamt lassen sich vier Werte einstellen und somit werden vier Farben angezeigt: 400 dpi (grün), 800 dpi (blau), 1600 dpi (rot) und 2000 dpi (weiß).

Die größte Schwachstelle der Maus (und typisch für Hama) bildet ausnahmslos die Verarbeitung. Hier wurde, so scheint es zumindest, wirklich gespart. Obwohl sich die Maus praktisch sehr gut verhält, quietscht sie teilweise an allen Ecken und Enden und man kann sogar die Tasten ohne Probleme heraushebeln. Auch die Daumenablage erfüllt, wie oben schon erwähnt, nicht unsere Ansprüche und die Gleitfüße aus weichem Plastik, die zwar sehr zur positiven Gleitfähigkeit beitragen, erfüllen die heutigen Standards nicht mehr.

Praxis und Software

In der Praxis allerdings verhält sich die S2 überdurchschnittlich und wider unseren Erwartungen gut. Ein Aussetzen der Maus war nicht festzustellen und der Sensor tut sein Bestes, um eine möglichst präzise Mausbewegung zu ermöglichen – dies auch mit Erfolg, wobei ihm mit der Zeit die abgenutzten Gleitfüße einen Strich durch die Rechnung machen. Ferner ist die Regelung der Sensitivity über die beiden dafür vorgesehen Tasten gut gelungen. Sie sind recht einfach zu erreichen und auch im hektischen Spielgeschehen ist es durchaus von Nutzen, auf die Auf- und Abwärtsreglung zurückgreifen zu können. Über die Software ist es möglich, die Maus komplett auf die eigenen Bedürfnisse zu programmieren. Für die beiden Daumentasten können so beispielsweise Makros angelegt werden und jede Taste kann mit einer bestimmten Funktion belegt werden. Ein sehr gelungenes Feature stellt das Hot-Button Menü dar. Bei einem Klick auf die vorher ausgewählte Taste öffnet sich ein Fenster, in dem dann neun Programmicons erscheinen. Die Programme, welche man über das Hot-Button Menü öffnen möchte, kann man natürlich vorher selber festlegen.

Zusammenfassend kommen wir zu dem Urteil, dass die SLide S2 keine Revolution auf dem Mausmarkt darstellt, praktisch gesehen aber im oberen Mittelfeld anzusiedeln ist. Hinderlich für einen weiteren Aufstieg ist allerdings die Qualität der Maus, die absolut unter den heutigen Standards liegt. Eine Maus, die zudem noch mit einem Preis von durchschnittlich ca. 40 Euro (UVP: 49 Euro) in der mittleren Preiskategorie liegt, darf unserer Ansicht nach nicht quietschen, sobald man eine Taste drückt.

Autor: Tobias Siemssen
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