NEWS / Unterhaltungselektronik: HP auf neuem Terrain

30.08.2004 06:30 Uhr

Der IT-Dienstleister und Druckerspezialist Hewlett-Packard drängt mit neuen Produkten im Bereich der Unterhaltungselektronik auf den Markt. Der Konzern versucht u.a. mit Plasma- und Flachbild-Fernsehern in den Wohnzimmern der Konsumenten Fuß zu fassen, berichtet die Business Week. Dieser Schritt kommt angesichts bevorstehender Gewinnrückgänge und im Vorfeld eines enttäuschenden dritten Quartals. Bei HP wird der digitale Medienmarkt auf 360 Milliarden geschätzt und somit als eine große Möglichkeit für das Unternehmen, sich dort zu positionieren. Die neuen Produkte seien außerdem gut für die Unternehmensbilanz, so HP-CEO Fiorina Carleton.

Der HP-CEO will die eigene Vision in einer breiten Firmenstrategie integrieren. Carleton hatte jahrelang auf die Bedeutung von HP im Bereich der Drucker und der Bildausarbeitung sowie die Benefits, die durch HP-Produkte für die PC und Konsumgüterindustrie entstehen, hingewiesen. Der Sprung hin zur digitalen Unterhaltung- und Elektronikindustrie würde dem Unternehmen neue Perspektiven eröffnen.

Im Bereich der Drucker- und Tinten-Technologien brachte HP erst kürzlich eine Innovation auf den Markt. Unter der neuen Marke Vivera wurde eine Tinten-Technologie vorgestellt, die Fotos um bis zu 40 Prozent schneller drucken soll. Zusätzlich würde die Lebensdauer dieser Drucke bis zu 110 Jahre betragen. Drei Viertel der Gewinne bei HP werden durch Drucker- und Bildbearbeitungs-Produkte lukriert.

Experten beurteilen die Strategie bei HP kritisch. Auch wenn die HP-Edition des iPods für Schlagzeilen gesorgt hat, meinen Insider, dass das Unternehmen die falschen Signale aussendet. Der HP-iPod kann auch zum Speichern von Bildern verwendet werden und an tragbare HP-Drucker angeschlossen werden, um Abzüge von den digitalen Fotos herzustellen. Technische Innovationen seien in Unterhaltungselektronik jedoch nicht das richtige Mittel, um hier zu punkten. Der Schulbeginn und die Zeit vor Weihnachten sollen den Erfolg der neuen Produkte beweisen, so die Business Week.

Quelle: Pressetext, Autor: Christoph Buhtz
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