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NEWS / GPUs im Vormarsch: Nvidia-Manager erklärt die CPU für tot

01.05.2008 18:00 Uhr

Interessante Informationen gibt es aus den internen Kreisen Nvidias über die Zukunft der klassischen PC-Plattform. Denn "grundsätzlich ist die CPU bereits tot", erklärt Roy Taylor, Nvidia-Manager, in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter des Unternehmens. Des Weiteren ist in der Nachricht, die offensichtlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, folgendes zu lesen: "Ja, ich meine den Prozessor, für den Intel derzeit überall Werbung macht. Ihm geht die Puste aus". Verantwortlich ist nach Angaben Taylors vor allem die steigende Leistung der Grafikchips. "Computer brauchen keine schnellen Prozessoren mehr, sondern leistungsstarke Grafikkarten", schreibt Taylor. Konsumenten würden mit ihrem Computer Videos ansehen, spielen und Filme rippen. Dazu benötigen sie keine schnellen Prozessoren von Intel oder AMD, sondern lediglich schnelle Grafikkarten. "Wir schlagen gegen Intel zurück", wettert Taylor und spielt auf die von Intel vorgestellte integrierte Grafiklösung an. In einer offiziellen Stellungnahme des Unternehmens werden Taylors Worte jedoch wieder erwartungsgemäß abgeschwächt und man bemüht sich um Schadensbegrenzung. Denn die Ansichten von Roy Taylor sind nicht die offizielle Meinung von Nvidia, heißt es in der Pressemitteilung.

Die angriffslustigen Aussagen des Nvidia-Managers zeigen, dass sich der Kampf in der Halbleiterindustrie um den Prozessor-Thron künftig verschärfen wird. Sichtbar wird dies auch an den Allianzen, die in der Branche geschmiedet werden. Während Intel selbst an den integrierten Grafiklösungen in seinen Chips bastelt, hat sich AMD vor zwei Jahren den Grafikkartenhersteller ATi gekrallt und arbeitet am Fusion-Chip. Nvidia wiederum schmiedet Allianzen mit dem taiwanesischen Hersteller VIA, um gemeinsam eine Low-Cost-Plattform zu entwickeln. Von den beiden Partnern wurde unter anderem der günstigste Computer mit Windows Vista versprochen.

Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn
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